Freitag, 29. September 2017

BFL- schmuseweich


Farbe: Lagune - Meer und Himmel, sich spiegelnder Wald und blaue Berge... 

Das Garn liegt im Moment neben dem Bildschirm und die Farbe passt überhaupt nicht: 
Es ist in Grün-Blau-Petrol-Türkistönen,  insgesamt aber mehr grün als blau. 
Weil aber sowieso jeder Bildschirm die Farben anders wiedergibt, lass ich das Foto jetzt so. 

Jedenfalls ist es ein richtig schönes Schmusegarn geworden.
Der Strang wurde wie immer nach dem Spinnen auf meiner Haspel mit 180cm Umfang gewickelt und sah dabei ziemlich unansehnlich aus, so dass ich schon fast enttäuscht war. 

Das anschließende Enstpannungsbad brachte aber seine Schönheit zur vollen Entfaltung. 

Und: Jetzt hat der Strang nur noch einen Umfang von 161cm, was mal wieder die enorme Elastizität und Spannkraft der Wolle dokumentiert. 

Memo: 
BFL, Kammzug, selbstgefärbt
gesponnen am Sonata, gezwirnt am Bliss
ca. 128g/330m


Mittwoch, 20. September 2017

Wordless Wednesday

Was für eine coole Urlaubspostkarte flatterte mir da letzte Woche ins Haus! 
Post von einer besten Freundin. Die weiß, was mir gefällt.  

Dienstag, 19. September 2017

Funkelnde Armbänder

Ein Tag mit der Freundin vom Großen. Und mit vielen bunten Glasperlen. 

Sie wollte sich gern ein Armband fädeln. So tauchte ich ganz tief in Dornröschens Truhe und förderte so einige glitzernde Schätze und mein Perlenfädelbuch zutage. 
Es machte ihr soviel Spaß, dass sie gleich drei Armbänder nacheinander in Angriff nahm. 


Ich fädelte mir unterdessen ein Uhrband, mit dem ich jedoch nicht so recht zufrieden bin: Das Schwarz der Uhr ist zu hart. Zu hart für die Perlen und zu hart für mein Handgelenk. 
Meine alte Perl-Armbanduhr geht ja leider schon lange nicht mehr. Aber vielleicht ist das jetzt ein Anlass, mir mal eine neue zu besorgen. Und vielleicht öfter mal wieder in den Perlen zu stöbern. Jedenfalls hat es mir viel Spaß gemacht, mit der jungen Dame einen kreativen und produktiven Tag zu verbringen. 

(Das war letzte Woche. Hierbei handelt es sich also mal um einen halbwegs aktuellen Eintrag. Doch es hängt noch so einiges in der Warteschleife....)

Heute mal wieder verlinkt mit Creadienstag


Samstag, 16. September 2017

männliche Socken in grau

 
Weil schließlich auch der Mann im Winter warme Füße braucht, 
habe ich mal wieder die Strickmaschine bewegt. 
 Memo: 
Gr. 42/43 
Garn: Regia
Strickmaschine Otto Gilgen Euro 2000
MW: 3
Mapro: 10cmx10cm=35Mx45R
Bündchen von Hand, Nadeln 2,25
Was Frau nicht versteht: Warum die Bilder im Fotoprogramm scharf sind und im Blog nicht. 

Freitag, 15. September 2017

Freihandsticken mit der Pfaff 260

In einem Nähforum kam vor einiger Zeit die Frage auf, welche alte Tretnähmaschine sich zum Freihandsticken eignen würde. 
Meine Pfaff 260 ist eine alte Tretmaschine und dass man mit ihr Freihandsticken kann, hatte ich bereits früher festgestellt. (Nachzulesen hier.
Sticken und Stopfen sind in der Bedienungsanleitung beschrieben und mein damaliger Versuch orientierte sich an deren Vorgaben. 

Viele Freihandsticker arbeiten jedoch ganz ohne Nähfuß und so habe ich das kurzerhand ebenfalls getestet. (Foto oben) 
Auch das geht auf der Pfaff 260. Wichtig ist, dass der nicht vorhandene Nähfuß abgesenkt ist, weil sonst die Fadenspannung nicht funktioniert. 

Und wo ich gerade eh schon dabei war, habe ich auch noch den chinesischen Stickfuß für diese Anwendung ausprobiert.
Mit dem geht's auch. Die Sicht aufs Nähgut ist jedoch trotz des durchsichtigen Plastiks wesentlich schlechter als mit den beiden anderen Varianten. 
Mein Probestoff für diesen Blitzversuch war ein festeres Leinengewebe und das ging – so mal eben auf die Schnelle – ganz gut. 
Dächte ich ernsthaft ans Freihand-Maschinensticken, käme jedoch noch ein Stickrahmen als sinnvolle Ergänzung zum Einsatz. 

Und natürlich muss für diese Stickereien der Transporteur außer Kraft gesetzt sein. 
Den Stofftransport übernehmen die Hände. 

Auch dieses Experiment machte ich schon im Juli. 
Habe ich schon erwähnt, dass ich im Sommer so wenig schreiblustig war?

Allerdings habe ich tatsächlich in den letzten Tagen öfter mal nach Informationen gesucht, was ich wann wie gemacht habe. 
Diese Blogeinträge sind also für mich durchaus sinnvolle und nützliche Notizen und vielleicht profitiert ja auch noch jemand anders davon..... 

Schon gemerkt? Hier keimen gute Vorsätze.

Dienstag, 12. September 2017

BFL/Tussah - ein Traum im Wolle und Seide


Der letzte Kammzug aus meiner diesjährigen Frühjahrswollfärberei:

Der Tag war schon alt, die Leinen hingen voll und eigentlich war die Luft raus. Aber einen einzigen weißen Kammzug und ein einsames Glas mit aufgelöster roter Farbe aufzuheben – das machte nun auch keinen Sinn. So kam die Farbe in den Topf und die Wolle in die Flotte und während ich noch darüber nachdachte, welche Farbe ich noch dazupanschen soll, entstand ganz von selbst ein langer, pink-rosa-Farbverlauf. 

Den ließ ich dann einfach so. 

Manchmal ist es gut, keine konkreten Vorstellungen zu haben und einfach zu sehen, was passiert. 
Rosa ist nämlich nicht meine Farbe und so eine Färbung hätte ich nie geplant. 
Auf dem Foto vom April liegt er ganz hinten zum Trocknen. 
Mittlerweile habe ich ihn fertig versponnen und finde: Ein Traum! 
Ich glaub, ich mag rosa doch. 
Das wusste ich bisher nur noch nicht und habe es erst gemerkt, als die Wolle im langen Spinnprozess durch meinen Blick und meine Hände lief. 
Memo: 
Kammzug 80%BFL (Wolle) + 20% Tussahseide, 
selbst gefärbt (Säurefarben) 
Bliss 1:18
ca. 102g/386m

Auch dieser Strang wurde schon im Juli fertig.

Samstag, 9. September 2017

Nachsitzen mit südamerikanischer Merinowolle

Neulich stieß ich in Dornröschens Schatztruhe auf ein Garn aus den Anfängen meiner Spinnerei. 

Die Fasern stammten aus einer meiner ersten Wollbestellungen: 2kg bunt gemischte Kammzüge südamerikanischer Merinowolle. Ich erinnere mich noch gut, wie viel Spaß ich damals mit den bunten Bobbeln hatte und wie ich unter anderem an einer alten zweifädigen Ziege mit kleinen Spulen das Spinnen eines dünnen Garns übte und gleichzeitig die Herstellung von Farbverläufen erbrobte. 

Gezwirnt habe ich das Garn dann auf dem Willy-Spinnrad, das mein allererstes Spinnrad war und schön große Spulen hatte, aber nur eine Übersetzung von ca. 1 : 4. 

Die Übersetzung führte zu einem Problem: Ich hätte sehr viel mehr treten müssen, um die richtige Drehung in das Garn zu bringen und verfügte noch nicht über die nötige Erfahrung, um das zu erkennen. 

Deshalb wurde der Strang, den ich jetzt wieder in den Händen hielt, so scheußlich und lud nicht gerade zur weiteren Verwendung ein:

Nun bin ich ja mittlerweile sowohl reicher an Erfahrung als auch spinnradtechnisch etwas moderner ausgerüstet und so war es kein großes Kunststück, das alte Garn auf den nötigen Strecken mit einer hohen Übersetzung nachzuzwirnen. 

Jetzt bin ich zufrieden und eine Idee für die weitere Verwendung dieser schönen Wolle habe ich auch schon, so dass ich gleich ein Knäul draus gewickelt habe. 
Memo: 
südamerikanische Merinowolle
Singles: "Turbozicke", S-Drehung, kurzer Auszug. 
Zwirn: "Willy" (früher) + Bliss (Nacharbeit), Z-Drehung
ca. 159g/500m

Eigentlich gehört diese Geschichte in den Juli  2017, aber zu Zeit fehlt mit etwas die Lust zum Schreiben und zum Bloggen und so ist hier einiges aufgelaufen...... 

Fortsetzung: Was aus dem Garn wurde.